„Warum bist Du Veganer? Das ist doch so extrem und Dir fehlen doch voll viele Nährstoffe und so… Und wo kriegst Du eigentlich Proteine her?“ – diese und ähnliche Kommentare höre ich sehr oft, seitdem ich mich vegan ernähre. Dabei war es mir am Anfang sogar eher unangenehm, darüber zu reden, weil ich schnell als „Extremist“ abgestempelt wurde. Mittlerweile kann ich darüber nur noch müde lächeln. Dieses und weitere Erlebnisse kennt jeder, der bereits Veganer ist. Es gibt jedoch nicht nur Negativbeispiele für Veränderungen, sondern eine ganze Reihe an Dingen, die sich in eurem Leben als Veganer positiv verändern werden. Hier sind meine Top 5:

  1.  Veganer sind informierter!
    Veganer sein heißt zwangsläufig sich zu informieren – darüber, welche Zutaten in welchen Gerichten stecken, aus welchen Materialien Kleidung, Schuhe und andere Sachen hergestellt werden und welche Alternativen es gibt. Dabei habe ich oftmals mit Überraschung und Verwunderung feststellen müssen, wie viele Tierprodukte sowohl in unseren Lebensmitteln als auch in Alltagsgegenständen verarbeitet werden.
  2. Veganer ernähren sich bewusster!
    Dadurch, dass ich mich als Veganer aktiv darüber informiere, was in meinem Essen enthalten ist, vermeide ich bewusst Lebensmittel, deren Inhaltsstoffliste sehr viele Positionen aufweist. Vieles davon ist ja schließlich auch nicht vegan. Dadurch stehe ich heute viel öfter (und teilweise auch länger) hinterm Herd als noch vor 6 oder 7 Jahren. Das macht mir jedoch Spaß und das Zubereiten des Essens ist für mich ein Teil der bewussten Ernährung geworden. Bewusster Essen heißt dabei für mich auch bewusster leben.
  3. Veganer sind experimentierfreudig!
    In meiner Jugend habe ich mich sehr einseitig und ungesund ernährt. Die Versuche meiner Eltern, mich zum Essen eines Salats oder von Gemüse zu überzeugen, scheiterten kläglich. Ich habe viele Sachen einfach nicht gegessen. Das hat sich über die Jahre geändert und heute probiere ich mit großer Freude neue Sachen aus. Seitdem ich mich vegan ernähre, habe ich viele neue Lebensmittel für entdeckt, die ich zuvor schlichtweg nicht probiert habe oder sogar nichtmals kannte.
  4. Veganer leben einfacher!
    „Wie kannst Du das nur machen, das ist doch so kompliziert!“ – dabei ist vegan sein einfacher als viele denken. Im Supermarkt fallen gefühlt 70% der Regale (und somit der Reizüberflutung) für Veganer komplett aus dem Programm. Das „entschlackt“ und vereinfacht das Einkaufen. Die Obst- und Gemüseabteilung mit ihren tollen bunten Farben ist im Supermarkt mein Hauptaufenthaltsort, seitdem ich mich vegan ernähre. Und was gibt es einfacheres als Obst und Gemüse in allen Zubereitungsformen zu essen?
  5. Veganer sind anders – und das ist auch gut so!
    Anders sein wird oft mit etwas Negativem verbunden. Dabei könnte man auch einfach sagen, Veganer sind etwas Besonderes. Sie kümmern sich um andere Lebewesen, um die Natur und darum, dass auch die folgenden Generationen unseren großartigen Planeten noch so erleben können, wie wir es heute tun. Nachhaltigkeit wird also groß geschrieben. Was kann daran bitte negativ sein?

Ich könnte diese Liste gefühlt unendlich lange fortführen. Wie geht es euch dabei? Lebt ihr vegan? Wenn ja, erkennt ihr euch in den Punkten wieder? Wenn nein, machen sie euch vielleicht Mut, den Schritt zur Ernährung ohne Fleisch oder sogar komplett ohne Tierprodukte zu wagen?

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