Der Duden definiert Motivation als

Gesamtheit der Beweggründe, Einflüsse, die eine Entscheidung, Handlung o. Ä. beeinflussen, zu einer Handlungsweise anregen.“

Motivation ist also dieses „Ding“, was uns dazu antreibt, etwas zu tun.  Und gestern war wieder einmal einer dieser Tage, an denen ich mich, nachdem ich die Laufschuhe geschnürt und die Haustüre verlassen hatte, gefragt habe, wieso ich das alles eigentlich tue.

Den ersten Kilometer lief es nicht wirklich rund und meine Gedanken drehten sich schon ständig um die Wendepunkte der Strecke, an denen ich umdrehen KÖNNTE. Am Ende lief ich doch die Runde, die ich mir vorgenommen hatte und dabei hatte ich die letzte Stunde meines Laufes eine ganze Menge Zeit mir Gedanken zu machen, was mich eigentlich zum Laufen / zum Sport allgemein motiviert. Dabei sind mir mehr Sachen eingefallen, als ich anfangs dachte. Anbei eine Auswahl, die ich (fast) beliebig erweitern könnte:

  1. Einfachheit motiviert:
    Laufen ist für die meisten Menschen die einfachste Sache der Welt. Und Einfachheit findet man im hochkomplexen Alltag nur noch selten – deshalb: Schnür Deine Schuhe und los geht’s!
  2. Natur motiviert:
    Die schönsten Momente habe ich nicht vor einem Display und nicht in meinen eigenen 4 Wänden erlebt sondern in der Natur. Einen Lauf oder eine Radtour bei strömendem Regen zu absolvieren, haucht mir neues Leben ein.
  3. Schönheit motiviert:
    Ob Wandern im Grand Canyon, Laufen im Central Park, Radfahren auf Mallorca oder Schwimmen im Fühlinger See in Köln – jede Einheit bietet die Möglichkeit, die Schönheit um sich herum neu zu entdecken und so ein Stückchen mehr in Einklang mit der Natur zu sein.
  4. Neues motiviert:
    Immer nur die eigenen ausgetrampelten Pfade zu gehen / laufen / fahren macht auch mir auf Dauer keinen Spaß. Wirklich spannend und entspanned wird es für mich, wenn ich neue tolle Wege in meiner Umgebung entdecke.
  5. Gemeinsamkeiten motivieren:
    Läufer / Triathleten sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Man hilft sich gegenseitig, auch wenn man sich nicht kennt. Man motiviert sich gegenseitig zu Höchstleistungen, auch wenn man selbst natürlich die beste Leistung bringen will. Wer einmal bei einem großen Wettkampf teilgenommen hat und die Stimmung vor dem Start und beim Zieleinlauf selbst erlebt hat, will dieses Gefühl nie wieder loslassen.
  6. Inspiration motiviert:
    Je mehr ich mich mit dem Thema „Laufen“ als solches beschäftigte, desto mehr Inspiration fand ich – in Büchern, Artikeln im Internet, Blogs von anderen Läufern usw. Letztlich waren eben diese Inspirationen auch der Grund für meinen Schritt vom Vegetarier zum Veganer. Ich habe ihn bis heute nicht bereut.
  7. Fitness motiviert:
    Regelmäßiger Sport steigert die Fitness. Dabei ist es nicht zwangsläufig notwendig, jeden Tag stundenlang aktiv zu sein. Wer es schafft, regelmäßig (2 – 3mal / Wochen reichen für den Anfang vollkommen aus) aktiv zu sein, steigert seine Fitness und erhält ein besseres Körpergefühl.
  8. Gesundheit motiviert:
    Seit ich laufe bin ich nicht nur fitter, ich fühle mich auch gesünder. Die Bewegung an der frischen Luft steigert meine Abwehrkräfte und fühlt sich gut an. Die Glückshormone, die während des Laufens ausgeschüttet werden, heben meine Laune und lassen mich die Probleme und Herausforderungen des Alltags aus einem anderen Blickwinkel betrachten.
  9. Kreativität motiviert:
    Sport hilft mir Stress zu verarbeiten. Während in den ersten 60 – 90min die Gedanken nur so durch meinen Kopf schießen, schaffe ich es danach oft abzuschalten und quasi einen meditativen aber auch kreativen Zustand zu erreichen. In diesem Zustand habe ich beispielsweise das Thema meiner Masterthesis komplett strukturiert und durchdacht – eine Aufgabe an der ich vorher wochenlang gescheitert bin.
  10. Schweinehund motiviert:
    Auch ich habe einen inneren Schweinehund. Auch ich würde manchmal lieber auf der Couch sitzen bleiben, statt mich draußen sportlich zu betätigen. Da ich mir aber von niemandem (besonders nicht von einem Hund) sagen lassen will, was ich zu tun habe, gehe ich raus und tue es trotzdem. Danach habe ich mich noch nie schlecht gefühlt.
  11. Ziele motivieren:
    Was gerade am Anfang helfen kann, auch nach der 2. oder 3. Einheit motiviert zu bleiben, ist ein Ziel. Ich fing im März 2009 mit dem regelmäßigen Laufen an und meldete mich nach kurzer Zeit zu einem Halbmarathon an. Wenn ich mal keine Lust auf Bewegung hatte, trieb mich dieses Ziel immer wieder an, doch noch eine Runde an der frischen Luft zu drehen. Dabei muss das Ziel, gerade zum Beginn, nicht zwangsläufig ein Halbmarathon sein – auch ein 5km Lauf oder eine besondere Wanderroute haben durchaus ihren Reiz.
  12. Freiheit motiviert:
    Letztlich ist Laufen / Sport in der Natur ein Stück Freiheit. Freiheit, die wir allzu oft im stressigen Arbeitsalltag nicht mehr erleben. Freiheit, die wir, gerade in der westlichen Welt, oft nicht mehr zu schätzen wissen und als selbstverständlich erachten. Freiheit, einfach das zu tun, worauf man Lust hat. Nutze Deine Freiheit!

Fehlt es euch noch an Motivation? Dann sucht euch 2 bis 3 der oben genannten Punkte aus, konzentriert euch auf diese und wenn ihr mal wieder in einem Motivationsloch steckt, ruft euch diese wieder ins Gedächtnis. Das wird euch mit Sicherheit helfen.

Was motiviert euch darüber hinaus? Habt ihr die gleichen Motivatoren wie ich? Ich freue mich auf eure Kommentare.

PS: Ich werde mich im Rahmen meiner Masterarbeit mit dem Thema

„Motivation der Generation Y in einer wissensdominierten Arbeitswelt“

beschäftigen. Auch in der heutigen Arbeitswelt wird das Thema Motivation immer wichtiger. Ich kann euch nur jetzt schon dazu motivieren, an meiner (natürlich noch nicht vorhandenen) Umfrage teilzunehmen. Ich werde natürlich hier in meinem Blog davon berichten.